Kalotaszeg ist eines der eigenartigsten ungarischen Gebiete in Siebenbürgen. Es ist sowohl aus geographischer, historischer aber vor Allem aus Sicht der Heimatkunde äußerst interessant. Diese kleine ungarische Insel bildet die Verbindung zwischen dem Mutterland und dem Seklerland.
Während der Landnahme ließ sich die sog. Kalotha Sippschaft nieder, welche das riesige Gebiet zwischen der Quelle der Sebes-Körös und dem unteren Flußende der Berettyó besaß. Die Ostecke dieses Gebiets, das heutige Kalotaszeg, welches zwischen Bánnfyhunyad und Kolozsvár liegt, umfasst ca. 50 km in der Länge und 40 Dörfer, außer zwei Dörfern, mit evangelischen ungarischen Einwohnern. Die Region ist in fünf kleineren Landschaftseinheiten aufzuteilen:
1.Felszeg: das Zentrum dieses Gebiets ist Bánffyhunyad und ist von dem Sebes Körös, Gyaluer Alpen und dem Kalota Alp umgrenzt.
2.Alszeg: wird von den Dörfern, die im Tal des Almás Baches liegen, gebildet.
3.Nádasmente oder Cifra Kalotaszeg: wird von den Dörfern entlang des Nádas Baches gebildet.
4.Gegend des Kapus: umfasst die Dörfer entlang des Kapus Baches
5.Übergangs- oder Randgebiet: hierzu gehören die Dörfer im Szentlászló-Becken und entlang des Jára-Tals
Eigenheiten: Dörfer, die die Tradition pflegen, mit einer Volkstracht, der auch heute getragen wird, gestickte Handarbeiten, geschnitzte Holztore, Friedhöfe mit Spießgrabmahl, evangelische Kirchen, mit angemalten Kassettendecken. Darüber hinaus ist das Gebiet reich an historischen Kunstdenkmälern und an literarischen Traditionen.